La Bussola, Raffadali


Eine neue Bussola öffnet ihre Tore ...

Gute zwei Autostunden entfernt von Palermo öffnet eine zweite Bussola ihre Tore. Mit grossem Engagement und einem tollen freiwilligen Team im Rücken eröffnete der Bussola in Raffadali am 10. März seine Türen. Die neugestrichenen und schön eingerichteten Räumlichkeiten platzten aus allen Nähten. Wir (Marco und Damaris) durften das Team übers Wochenende begleiten. Es ist unglaublich, was Rosanna und ihr Team in dieser kurzen Zeit auf die Beine gestellt haben. Wir wollen Gott einen grossen Dank aussprechen. Wir sind so froh, dass mit dieser zweiten Bussola auch die Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit entsteht und wir unsere Ideen und Erfahrungen austauschen können. 





Bilder der Eröffnung


Entstehung des neuen Lokals



Unterstützung durch den Kompass Schweiz

Der Kompass unterstützt die Bussola Raffadali mit der Übernahme der Infrastrukturkosten für Miete, Nebenkosten und Arbeitsmaterial. Der Bussola Raffadali wird unter der Leitung des Bussola Palermo stehen. Die Personalkosten werden von Rosanna selbst über einen persönlichen Trägerkreis sichergestellt.


Die Geschichte von Rosanna



Ich heisse Rosanna Spezio und wohne in Raffadali einem kleinen Dorf in der Provinz Agrigento in Sizillien. Niemals hätte ich gedacht, dass mich die Arbeit mit Kinder so glücklich machen könnte. Ich bin in einer freichristlichen Familie aufgewachsen und habe bereits als Kind und Jugendlicher Gott persönlich kennengelernt. Schon damals ist in mir der Wunsch aufgekommen, mein Leben für Kinder zur Verfügung zu stellen.

 

Es sind nun bereits sechs Jahre, in denen ich mit der Gruppe «Sorridiamo» nebenamtlich für Kinder Strasseneinsätze & Fingerpuppen-Theater veranstalte und Comics und Bilderbücher herstelle. Die Arbeit fand viel positives Echo, wofür ich Gott sehr dankbar bin. An einem bestimmten Punkt aber, bekam ich eine Krise. Der Wunsch, mehr Zeit für Kinder investieren zu können und vollamtlich in diesem Bereich arbeiten zu können, wurde jeden Tag ein bisschen grösser.

 

Mir wurde klar: «Wir müssen mehr Zeit für Kinder investieren können». Aber wie sollte das möglich sein? Ich war unentschlossen, denn ich wusste, dass ich diese Arbeit ohne Unterstützung nicht lange alleine tragen könnte.

 

In diesem Moment erinnerte ich mich an eine Bibelstelle aus meiner Jugendzeit, die mich schon damals in die Kinderarbeit rief:

 

«Der Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon. Die gepflanzt sind im Hause des HERRN, werden in den Vorhöfen unsres Gottes grünen; noch im Alter tragen sie Frucht, sind saftig und frisch, zu verkünden, dass der HERR gerecht ist, mein Fels, und dass nichts Verkehrtes an ihm ist.»

Psalm 92. 12-15

 

Also traf ich die Entscheidung, einen konkreten Glaubensschritt zu tun. Ich wollte mich darauf verlassen, dass mein persönliches Umfeld mich unterstützen würde, meinen persönlichen Unterhalt und die nötige Infrastruktur zu finanzieren. Ich dachte daran ein sehr kleines Zimmer in einer Rehabilitationspraxis für Kinder zu mieten und mich für diese Familien zur Verfügung zu stellen.

 

Kurz darauf wurde ich durch eine Bekannte von mir auf die Bussola-Arbeit in Palermo aufmerksam und stellte fest, dass der «Bussola» dieselben Ziele für Kinder verfolgt, wie ich. Erste Kontakte bestätigten den ersten Eindruck. Als mir dann von der Bussola die Möglichkeit eröffnet wurde, ein eigenes Lokal zu mieten, um mehr Platz und Freiheit in der Gestaltung meiner Arbeit mit Kindern zu haben, war ich baff. Gott hatte auf meine Gebete geantwortet. Ich bin ihm für diese Gelegenheit unsagbar dankbar.

 

Tausend Gedanken versuchten meinen Glauben und meine Zuversicht zu zerstören, aber ich bin meinem Gott jeden Tag für diese wunderbare Arbeit dankbar und danke von ganzem Herzen allen, die diese Arbeit unterstützen.

Eure Rosanna